Die Natur zeichnet die schönsten Farben
Leidenschaft Angeln

Leidenschaft Angeln

Verfolgen Sie meinen Blog, dann ließe sich die Hypothese aufstellen, sie besitzen sie auch, die Leidenschaft Angeln. Eine Emotion, die sich für jeden der nicht von ihr betroffen ist, nicht erklären lässt.

Da ich in meinem „zweiten Leben“ auch viel Sport treibe, hilft ihnen vielleicht der Vergleich mit diesem Hobby etwas. Wenn sie z.B. Läufer, Radfahrer oder Triathlet sind, dann haben sie das vielleicht auch schon erlebt. Sie müssen einfach raus und sich bewegen! Es kribbelt überall wenn sie in einem zeitraubenden Meeting sitzen, mit der Partnerin den dritten Schuhladen aufsuchen oder mit dem Kind über den Hausaufgaben sitzen. Sie wollen einfach nur weg.

Nicht weil sie die aufgeführten Tätigkeiten nicht auch gerne bis zu Ende erleben würden. Nein, es treibt sie ein inneres Bedürfnis, dass auch schon mal unheimliche Veränderungen bei ihnen erzeugt.

Ihre Umwelt erkennt das am abwesenden Blick wenn ihnen etwas erzählt wird, daran das sie einfach JA sagen wenn ihr Nachwuchs mehr Taschengeld fordert oder ihre Frau sie bittet, doch mal wieder die „Dirty Dancing“ DVD mit ihr zu gucken.

Alles unverkennbare Zeichen dafür, dass sie von der Leidenschaft für ihr Hobby infiziert sind. In diesem Kontext allerdings nicht zu vergleichen mit Ebola, sondern eher in einem für ihr Wohlbefinden positiven Effekt. Wenn sie also dieses Gefühl jetzt in ihre Erinnerung zurückholen konnten, dann kommen sie einem Teil dieser Leidenschaft die mit dem Angeln verbunden ist schon sehr nahe. Warum nur nahe? Ich kenne keine andere Leidenschaft die einen im Winter dazu bringt bis zum Bauchnabel für mehrere Stunden in 2 Grad „warmem“ Wasser zu stehen. Die einen Nachts nicht schlafen lässt, weil man davon träumt, wie es vor 5 Jahren dazu gekommen ist, dass sich vermutlich der Fisch des Lebens kurz vor der Landung verabschiedet hat. Und natürlich „spielen“ sie die Situation jetzt in verschiedenen Szenarien nach, in denen sie natürlich diesen Fisch gefangen haben. Die einen vergessen macht, was letzte Woche passierte, sie sich aber ganz genau an die fängigen Köder ihrer Boddentour von vor zwei Jahren erinnern. Bei der sie mehrmals am Tag die einschlägigen Wetterdienste scannen, um nachzuschauen, welche fabelhaften Bedingungen sie am Wochenende verpassen werden, wenn sie mit der Familie am Kaffeetisch beim Geburtstag ihrer Schwiegermutter sitzen werden. Eine Leidenschaft die Symptome wie „unterfischt sein“, „undertackling“ und „Drillentzug“ erzeugt.

Allerdings sei an dieser Stelle auch ehrlich darüber geschrieben, dass diese extremen Leidenschafts-Symptome auch ihre Schattenseiten mit sich bringen. Um vielleicht wieder eigene parallel Erfahrungen zu reflektieren, sollten sie sich nochmals mit den Folgen sportlicher Leidenschaft beschäftigen. Diese Art das Verhalten beeinflussender Veränderungen können dazu führen, dass man auch ganz schnell mal aus der gesellschaftlichen Mitte verbannt wird.

So gibt es unter Anglern auch den bekannten Spruch: „Wer nicht schon mindestens zweimal geschieden ist, hat noch nicht leidenschaftlich genug geangelt!.

Vielleicht schmunzeln sie jetzt über diese Art zusammenfassender Lebensphilosophie. Für die Partner kann das schon zur Belastung werden. Sie bleiben nach so einer Trennung oft weiter ohne Leidenschaft…

Mit Angel Kumpels unterwegs…

In den Anfängen meines Blogs habe ich die Bedeutung der Kiste Bier beim Angeln aufgegriffen. Ein typisches Accessoire das mit dem Angeln stets in Verbindung gebracht wird. Genauso traditionell ist allerdings sicherlich auch, dass Angler oft ihren besten Kumpel mit dabeihaben wollen. Mir sind dafür schon die verrücktesten Konstellationen begegnet. Latsch und Bommel, Patt und Patterchon, Max und Moritz. Größere Trupps oder ganze Busse voll.

Von Wetter App´s und Sehnsüchten…

Stellt Euch vor, ihr seht ein Bild von einer schönen Insel im Meer und schon wünscht ihr euch dort zu sein. So ähnlich ist das Gefühl, wenn man auf einer der zahlreichen Wetter Apps seine Lieblings-Angel-Region aufruft und beste Bedingungen für einen Ausflug dorthin sieht.

Wenig Wind und der auch noch auflandig. Wassertemperatur über 0 Grad. Leicht bewölkt und Nachmittag kommt die Sonne raus. Ich hasse den Windfinder!

Womit sich der Angler den Winter schön schaut…

Winterzeit ist für die meisten Angler „saure Gurken-Zeit“. Draußen ist es kalt und früh dunkel, die Fische sind träge, also keine Idealbedingungen für „Otto-Normal-Angler“. Daher boomen gerade in dieser Jahreszeit die Multimediakanäle auf Youtube und Co. Filmfestivals ziehen nun durch viele große Städte, mit Beiträgen aus fernen Ländern, in traumhaften Revieren. Angel Communitys strahlen ihre Championchip Staffeln aus, die sie meist im Vorjahr produziert haben. Sie laden zum Träumen und Schwärmen ein und sollen jedem leidenschaftlichen Angler die Wartezeit bis zur eigenen Challenge verkürzen.

Ein Millionen Markt, ohne echte Stars….

Im Herbst/Winter sinken nicht nur die Temperaturen, sondern bei vielen Anglern auch die Motivation ans Wasser zu gehen. Die Fische ziehen sich in unzugängliche Bereiche zurück oder beschränken ihre Aktivitäten auf ein Minimum. Keine wilden Raubzüge  in den flachen, Ufer nahen Bereichen. Keine ausgedehnten Streifzüge auf der Suche nach Futter. Der Stoffwechsel fährt sich auf das Nötigste hinunter.

Rauszeit lesen…

Erlebnisse sammeln ist mein Antrieb für Rauszeiten und Mikroabenteuer. Ab und zu interessiert es mich allerdings auch, was andere dabei erleben, wenn sie die Natur entdecken. Genau wie ich auf Köderführung.de darüber schreibe und hoffe damit andere zu begeistern, durchforste ich die Communinty Outdoor begeisterter Menschen nach Berichten und ihren Geschichten.

Dabei stieß ich auf zwei interessante Magazine, die erst seit kurzem regelmäßig  in den Zeitungskiosken ausliegen.

Angeln oder Fischen, was denn nun…

In meinen Texten schreibe ich ausschließlich vom Angeln am Wasser. Wer sich jetzt fragt, was die Kollegen machen, die angesprochen auf ihr Hobby antworten, sie würden fischen gehen? Nichts anderes als ich! Warum wird es dann anders bezeichnet? Meine Beobachtung lässt mich zu einer Hypothese kommen, die starke Ähnlichkeiten mit der Unterscheidung von  Plaste und Plastik hat.

Abergläubische Angler…

Wie in vielen anderen Interessensgemeinschaften, gibt es auch unter den Anglern unterschiedliche Meinungen dazu, ob ein Erfolg beim Fischfang grundsätzlich planbar ist. Beobachtet man die Szene etwas, dann könnte man den Eindruck erhalten, dass es durchaus möglich ist. Angelprofis die offensichtlich keinen Tag ohne Fisch am Wasser erleben, festigen fast täglich diesen Eindruck mit beeindruckenden Bildern von fantastischen Fängen.

Für Gelegenheitsangler wie mich gibt es aber zum Glück zahlreiche Angelmythen, denen man sich bedienen kann, um Erfolg oder Misserfolg am Wasser zu begründen:

Selektives Angeln…

Da Angeln auch manchmal als die Königsdisziplin des Scheiterns bezeichnet wird, ist das das selektive Angeln dann sicher die Kaiserdisziplin. Viele Angler behaupten ja immer, sie würden ausschließlich wegen der Natur und der Ruhe am Wasser angeln gehen. Ich gehöre eigentlich ja auch dazu. Genauso richtig ist aber auch, dass die meisten Angler schon hoffen einen Fisch zu fangen.